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Slowenisch
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Zur indogermanischen Sprachfamilie gehörende südslawische Sprache, die in Slowenien, teilweise auch in Österreich (Kärnten) gesprochen wird. Sie ist dem Serbokroatischen am nächsten verwandt und wird in lateinischer Schrift geschrieben. Einige Besonderheiten sind z.B., dass die in anderen slawischen Sprachen noch bewahrten Unterschiede zwischen der unbestimmten Kurzform und der bestimmten Langform des Adjektivs in der slowenischen Sprache zugunsten der Langform aufgegeben wurden, mit der Ausnahme beim Nominativ Singular Maskulinum; ansonsten sind sie z.T. durch Intonationsunterschiede markiert.
Das Verbum weist neben dem inallen slawischen Sprachen noch vorhandenen Aspekt die Kategorien Modus, Genus verbi und Tempus auf. Den Aorist und das Imperfekt hat die slowenische Sprache im Unterschied zu den anderen südslawischen Sprachen verloren. Auch das Supinum, ist, vor allem nach den Verben der Bewegung, noch im Gebrauch. Die Slowenen wurden früher „Winden” genannt. Slowenisch wird insgesamt von über 2 Mio.Menschen gesprochen, davon etwa 1,727 Mio. (1991) in Slowenien, und ist in zahlreiche Dialekte unterschieden. Kleinere Gruppen von Slowenen leben vor allem in Österreich und Italien.
Im 6. Jh. waren die Slowenen in ihr heutiges Siedlungsgebiet eingewandert und nahmen bald den christlichen Glaubenan. Fast alle Slowenen sind Katholiken. Als Bauernvolk hatten sie keine eigene soziale Oberschicht. Ihr Wohngebiet unterstand den Habsburgern und war durch die Verwaltungsgrenzen zwischen mehreren historischen Ländern, wie Kärnten und der Steiermark aufgeteilt. Seit der Mitte des 18. Jh. formiert sich eine slowenische Nationalbewegung, und die Zusammenlegung der slowenischen Länder zu einer autonomen Einheit wurde erstmals im Revolutionsjahr 1848 gefordert. Mit der Industrialisierung im 19.Jh. und der Entwicklung einer bürgerlichen Gesellschaft ging die Modernisierung der Sozialstruktur einher.
Sie forderten ein autonomes „Vereinigtes Slowenien”. Die nationale Emanzipationsbewegung gegen das dominierende Deutschtum schien ihr Ziel erreicht zu haben, als 1918 das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen ausgerufen wurde. Den Wünschen der Slowenen nach mehr Selbstbestimmung kam indes erst das im Jahre 1945 entstandene föderative Jugoslawien entgegen. Seit der Krise des kommunistischen Regimes Mitte der 80er Jahre des 20. Jh. vermehrten sich die Forderungen der Slowenen nach Selbständigkeit. Ihnen entsprach die am besten entwickelte Teilrepublik des einstigen Jugoslawiens mit ihrem Schritt in die Unabhängigkeit am 15.6.1991.
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