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Schwedisch
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Nordgermanische Sprache (skandinavische), die zu der indogermanischen Sprachfamilie zählt und fast in ganz Schweden und an den Süd- und Westküsten Finnlands gesprochen wird. In Schweden sind es etwa 8 Mio. und in Finnland sind es ca. 350.000 Sprecher. Insgesamt werden etwa 20 Dialekte unterschieden. Hervorzuheben sind die von Swearike (um den Mälar-See), aus dem das heutige Schwedisch als Schrift- und Redesprache hervorgegangen ist und die von der Insel Gotland sowie von Dalarna, welche ein besonders altes Gepräge besitzen.
Der Göta-Dialekt ist vor allem im Süden des Landes verbreitet, inklusive in Småland sowie in den Provinzen Västergotland und Värmland; der Svea-Dialekt ist im Norden verbreitet, inklusive in Hälsingland, in Teilen von Östergötland und im Oberland sowie in den schwedisch-sprechenden Zeilen von Finnland; Süd-Schwedisch ist in Blekinge, Skåne, südlichem Småland und im südlichen Halland verbreitet; Nord-Schwedisch ist vom nördlichen Jämtland und Hälsingland nordwärts verbreitet; Ost-Schwedisch wird in Finnland, Estland und Gammalsvenskby, in der Ukraine gesprochen;
Gutnic ist im Südosten der Insel Gotland und Fårö verbreitet. Das eigentliche Schwedisch wird vor allem in Svealand gesprochen. Untersuchungen der Dialekte sind nötig von verschiedenen Varianten wie Gutniska, Överkalixmål, Nörpes, Pitemål, den Provinzen rund um den Bottnischen Meerbusen (Västerbotten und Norbotten in Schweden und Österbotten in Finnland) sowie der Insel Gotland. Gutniska stammt vom Forngutniska (Alt-Gotländisch) ab, welches auch teilweise als eine selbständige Sprache angesehen wird. Eine Mischvariante mit türkischem Einfluss ist Rinkebysvenska, das heute unter Einwanderern häufig gebraucht wird. Die schwedische Sprache hängt, wie alle nordischen Sprachen, den bestimmten Artikel als Suffix an und bildet das Passiv auf -s.
Sie kontrahiert die alten Diphthonge, bewahrt die vollen Endungsvokale und die stimmlosen Konsonanten p, t, und k zwischen den Vokalen. Der musikalische Wort- und Satzakzent, die vollen Endungen und der reiche Wechsel der Vokale machen sie zu einer besonders klangvollen Sprache. Die Geschichte der schwedischen Sprache umfasst die altschwedische Epoche bis zum Jahre 1526 und die darauffolgende neuschwedische Epoche. Der Einfluss des Lateinischen zeigt sich in zahlreichen Lehnwörtern und in der Syntax, ebenso spiegeln sich die politischen Verhältnisse und die Handelsverbindungen mit den Hansestädten in den verschiedenen mittelniederdeutschen Lehnwörtern wider. Auch ein dänischer Einfluss machte sich im Wortschatz sowie in der Orthographie bemerkbar.
Das jüngere Neuschwedisch machte in Lauten und Formen seit 1732 keine größere Veränderung mehr durch, allerdings im Wortschatz. Im 20. Jh. machte die Sprache durch den Ausgleich der Stilarten, die gegenseitige Annäherung der gesprochenen und geschriebenen Sprache, vereinfachte Syntax, Einheitsfor men des finiten Verbs und beträchtliche Erneuerung ihres Wortschatzes eine durchgreifende Veränderungen mit. Die heutige schwedische Sprache unterscheidet sich durch ihre vollen Endungen und durch die Bewahrung eines verhältnismäßig alten, nordischen Gepräges, z.T. auch im Wortschatz, vorteilhaft vom nahe verwandten Dänisch.
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