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Romani
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- Eine zu den indoarischen Sprachen gehörende Gruppe der Zigeunersprachen. die sehr viele Dialekte herausgebildet hat, die meist in europäischen Ländern bzw. anderen asiatischen Ländern, außerhalb Indiens, verbreitet sind und oftmals auch die Namen ihres Lebensraumes tragen.
Der Begriff „Romani” ist eigentlich eine Sammelbezeichnung für alle Dialekte der Roma. Sie entstanden etwa um 1000 n. Chr. in der Heimat der Vorfahren der Roma, in NW-Indien und sind mit dem Sanskrit verwandt. Entsprechend der Wanderwege der Roma wurde ihre Sprache überall dort, wo sie hinzogen, von der jeweiligen Umgangssprache beeinflusst. Die Sprache nahm dadurch ziemlich viele Lehnwörter in sich auf. Die von den verschiedenen nationalen Gruppen heute gesprochenen Roma-Dialekte unterscheiden sich so stark voneinander, dass eine Verständigung über die einzelnen Grenzen der Länder fast unmöglich ist.
Dennoch haben die Romani-Sprachen ein großes Maß an originaler Lexik bewahrt, so dass ihre genealogische Verwandtschaft mit der zentralen Gr uppe der neuindischen Sprachen überzeugend nachgewiesen werden konnte. Trotz starker Veränderung ihrer Struktur zeigen sie doch eine Reihe spezifischer struktureller Gemeinsamkeiten, die den Stand der Morphologie aus der Zeit der Auswanderung der Zigeuner aus Indien widerspiegeln.
Die Bezeichnung „Zigeunersprachen (Gypsy)” tragen auch einige auf dem Territorium Indiens sich befindliche Sondersprachen von Stämmen und Kasten. Sie zeigen aber keine direkten Bezüge zu den Zigeunerdialekten Europas.
Zu den Untergruppen der Romani-Sprachen zählen:
- Fintika-Romani (Kalo) - mit etwa 8.000 Angehörigen in Finnland;
- Foditka-Romani (Baltisch-Romani) - mit etwa 100.000 Angehörigen und den Dialekten: Lotfitka, Lajenge, Ruska und Roma-Süd;
- Karpaten-Romani - etwa 250.000 mit den Dialekten: Transylvanisch, Romungre, Galizisch, Mährisch, Sarvika, Slovakisch und Böhmisch;
- Romnimos (Walisisch-Romani);
- Sinti-Romani (Sinti) - mit etwa 200.000 und den Dialekten: Gadschenke, Eftawagaria, Estracharia, Krantiki, Manusch, Lallere, Praistiki, Abruzzen, Piemont, Slowenisch- Kroatisch und Serbisch;
- Ursari (Balkan-Romani) - mit insgesamt über 1 Mio. Angehörigen, davon in der Türkei 25.000 bis 40.000, vor allem in Arlija und auch ihr Dialekt wird hier Arlija (Erli) genannt, weiterhin im Iran mit dem Dialekt Zargari, sowie in Jugoslawien, Bulgarien, Rumänien, Ungarn, Griechenland, Frankreich, Deutschland, Moldawien, Italien und in der Ukraine.
Weitere Dialekte sind:
Karamtika, Khorakhane, Dzambazi, Jerdes, Drindari, Shiptari, Bulgarisch-Romani, Griechisch-Romani und Paspatian;
- Vlach (Walachisch-Romani, Vlax) - mit mehr als 1,5 Mio. Angehörigen und den Dialekten: Vlach (Vlax), Churari, Lovari, Machvano, Zagunzi, Ghagar, Kalderash und Albanisch.
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