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Portugiesisch
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Zur indogermanischen Sprachfamilie gehörende westromanische Sprache, die von mehr als 140 Mio. Menschen in Portugal (einschließlich Madeiras und der Azoren), in Brasilien und in den ehemaligen portugiesischen Kolonien als Muttersprache gesprochen wird. Das Portugiesische ist eng mit der im Nordwesten der Iberischen Halbinsel gesprochenen Galicischen Sprache verwandt, die teilweise auch als ein spanischer Dialekt gilt.
Durch die Wiedereroberung der seit dem 8. Jh. von den Arabern beherrschten Landesteile breitete sich das Galicisch-Portugiesische im 12./13. Jh. weiter nach dem Süden aus. Mit der Gründung des Königreiches Portugal, im Jahre 1139, erfolgte die politische Trennung von Galicien und damit wurde nun auch die Entwicklung der portugiesischen Sprache eingeleitet. Zu unterscheiden gilt dabei das Altportugiesische (vom 12. bis etwa Mitte des 16. Jh.) und danach das Neuportugiesische.
Die mundartlichen Unterschiede im Portugiesischen sind weit geringer als im Spanischen. Doch weicht das brasilianische Portugiesisch recht stark von dem europäischen ab. Der Wortschatz ist stark mit indianischen und afrikanischen Elementen durchsetzt und auch der grammatische Aufbau und vor allem die Aussprache sind zum Teil verschieden, so, dass sogar einzeln von einer brasilianischen Sprache gesprochen wird.
Trotz der größeren Einheitlichkeit der mundartlichen Unterschiede in der Aussprache des Portugiesischen, bieten sie jedoch dem Ausländer wesentlich mehr Schwierigkeiten. Im Portugiesischen spricht man nicht von Dialekten, sondern von Varietäten (falares), wobei die im Norden des Landes als die archaischsten gelten.
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