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Norwegisch
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Zur nordischen (skandinavischen) Gruppe der germanischen Sprachen zählende Sprache innerhalb der indogermanischen Sprachfamilie, die von etwa 4,5 Mio. Menschen gesprochen wird. Norwegisch ist der Oberbegriff der beiden Schriftsprachen, die seit dem Jahre 1885 offiziell gleichberechtigte Landessprachen Norwegens sind: Bokmål (früher Riksmål) und Nynorsk (früher Landsmål).
Durch Angliederung an Dänemark 1380 wurde Dänisch offizielle Sprache Norwegens, blieb hier jedoch in phonetischer Hinsicht konservativ und ergab das heutige Bokmål (Buchsprache) oder Riksmål (Reichssprache). Die um 1850 begonnenen Bemühungen, auf der Grundlage der westnorwegischen Dialekte eine nationale norwegische Schriftsprache zu schaffen, führte zum Landsmål (Landessprache). Bemühungen, durch sprachliche sowie auch orthographische Reformen beide Sprachen zu einer gemeinsamen Landessprache zu vereinigen (Samnorsk), wie es in den Jahren 1907, 1917 und 1938 versucht wurde, schlugen jedoch fehl.
Nach sprachpolitischen Turbulenzen in den 1960er und 1970er Jahren, die unter dem Einfluss neuer linguistischer und soziologer Modelle, vor allem im Zusammenhang mit dem Versuch einer politischen Instrumentalisierung des „Establishments“ standen, kann heute das Verhältnis beider Sprachformen als stabilisiert angesehen werden. Vom überwiegenden Teil der norwegischen Bevölkerung wird dabei das Bokmål als Schriftsprache verwendet.
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