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Mari
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- Eine finno-ugrische Sprache innerhalb der uralischen Sprachfamilie, die am linken Ufer des Wolgamittellaufes von den über 680.000 Angehörigen des Volkes der Mari gesprochen wird. Deren Eigenbezeichnung ist „Oschmari“ und sie gehören den ostfinnischen Völkern an. Die Bezeichnung „Mari“ bedeutet „Mensch, Mann“ und sie werden zusammen mit den –› Mordwinen auch als Wolgafinnen bezeichnet. Die Mari unterteilen sich in insgesamt drei Territorialgruppen, als Hochland-Mari (Kuryk-Mari = Berg-Mari), Tiefland- Mari (Olyk-Mari = Wiesenmari), nach ihren Siedlungsgebieten an beiden Wolgaufern und als Ost- Mari (Üpö-Mari) mit verwandten aber unterscheidbaren Sprachen.
Etwa 52% der Mari-Bevölkerung lebt in der 1992 gegründeten und nach ihnen benannten Republik Mari El, die größtenteils am linken und zu einem kleinen Teil am rechten Ufer der Wolga, zwischen den beiden kleineren Flüssen Wjatka und Wetluga liegt und in Sowjetzeiten die ASSR der Mari bildete. Doch bedeutende Minderheiten der Mari leben heute auch in anderen Gebietseinheiten der Wolgaregion, so in Baschkortostan (Baschkirien), in Tatarstan sowie weitere kleine Gruppen in den Gebieten um Perm und Swerdlowsk. Im frühen Mittelalter standen die Mari unter dem Einfluss der Wolgabulgaren und wurden seit dem 12. Jh. in russischen Chroniken mit anderen finnischen Stämmen zusammen als Tscheremissen erwähnt.
Besonders nach der Gründung von Nischni-Nowgorod standen sie im 13. Jh. unter dem Einfluss des russischen Fürstentums von WLADIMIR SUSDAL. Vom 13. bis hin zum 16. Jh. bildete ihr Siedlungsgebiet einen Teil des mongolischen Imperiums und danach seines tatarischen Nachfolgestaates von Kasan. Nach dessen Eroberung durch WAN IV. gerieten die Mari verstärkt unter russische Oberherrschaft, der sie im 16. und 17. Jh. in mehreren Aufständen Widerstand leisteten.
Durch die russische Kolonisierung veränderten sich die Bevölkerungsstrukturen in ihren Siedlungsgebieten. Bis zum 18. Jh. bildeten sie noch eine Bevölkerungsmehrheit von 80%. Danach wuchs dann der russische Anteil der Bevölkerung und damit auch sein Assimilationsdruck auf die bäuerliche Altbevölkerung. Die Sowjets errichteten 1920 ein tscheremissisches autonomes Gebiet und werteten es 1936 zur ASSR auf. Die Bergmari mussten in den achtziger Jahren teilweise ihre Heimat verlassen. Etwa 45.000 Hektar ihres Landes und Dutzende Dörfer wurden wegen eines Stausees bei Tscheboksary in der Nachbarrepublik Tschuwaschien überflutet.
Der Religion nach gehören die Mari formell zur russisch orthodoxen Kirche. Sie haben sich aber besonders auf dem Land zu einem beträchtlichen Teil alte animistische und schamanistische, vorchristliche Glaubens- und Kulturelemente bewahrt. Vor allem bei den Ost- und Tiefland-Mari ist die alt-schamanistische „Kugu-Sorta-Sekte“, die die heidnischen Götter „Juma“ und „Keremet“ verehren, noch nicht restlos überwunden. Die Unterwerfung unter die russische Reichsgewalt und die Kolonisierung gingen mit der Bekehrung zur orthodoxen Kirche einher. Bis zum Ende des 19. Jh. wehrten sich die Mari gegen die orthodoxe Mission und bewahrten noch wesentlich stärker als andere mit ihnen verwandte Völker der Region an der Wolga ihre heidnische Tradition.
Die östlich ihres ansässigen Gebietes lebenden Ost-Mari waren bereits im 15. Jh. auf der Flucht vor russischer Christianisierung dorthin ausgewandert. Einige wenige Ost-Mari traten auch zum sunnitischen Islam über. Aus der 1936 gegründeten Tscheremissischen ASSR entstand 1991 die Republik Mari El, die seit 1992 den Status einer autonomen Teilrepublik innerhalb Russlands innehat. Die Republik Mari El liegt etwa 500 km östlich von Moskau, nördlich des mittleren Wolgagebietes im europäischen Teil Russlands. Mit einer Fläche von 23.400 km² grenzt sie an die beiden Republiken Tatarstan sowie Tschuwaschien. Die einzige Großstadt des Landes ist die Hauptstadt Joschkar-Ola mit ca. 260.000 Einwohnern.
Die wirtschaftlich eher rückständige Republik zählt zu einer der ärmsten Regionen innerhalb Russlands. Die Mari fungieren zwar als Titularnation, machen jedoch lediglich 43% der ca. 750.000 Staatsbürger Mari Els aus und sind somit in der Republik der Mari eine Minderheit. Die Russen hingegen stellen mit 48% den größten Anteil der Bevölkerung.
2) - Zur Bahinemo-Untergruppe der Sepik-Hill- Gruppe des Sepik-Zweiges der Sepik-Ramu-Familie gehörende Papuasprache, die von etwa 80 Angehörigen (2000) nahe des Mari-See und am Salumei River in der Ost-Sepik-Provinz Papua-Neuguineas gesprochen wird.
3) auch (Hop) - Zu den Huon-Golf-Sprachen der Nord-Neu-Guinea-Untergruppe der westozeanischen Sprachen der ozeanischen Gruppe des ost-malaiisch- polynesischen Zweiges gehörende Sprache der Zentral- Ostgruppe der austronesischen Sprachfamilie, die von ca. 810 Angehörigen (2000) in der Madang-Provinz Papua-Neuguineas, in vier Dörfern am oberen Ramu River, gesprochen wird.
4) --> Namo
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