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Kutchin
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Der Name von insgesamt acht zu den Athapasken zählenden nordamerikanischen Volksstämmen der Na- Dené-Sprachfamilie, die zusammen mit den Tanaina ( Kenai ) am unteren Mackenzie und am oberen Yukon leben. Sie sind Nachbarn der Hares-Indianer sowie der Eskimo. Die Kutchin waren seit jeher Jäger, Fischer und Sammler und galten bei den anderen Stämmen der Gegend als die kriegerischsten aller nördlichen Volksstämme, da sie praktisch per manent im Kriegszustand mit sämtlichen Nachbarn lebten.
Die eigentlichen Kutchin lebten im Küstengebirge Alaskas sowie im kanadischen British Columbia. Sie sammelten wilde Früchte, fischten, stellten Fallen und gingen auf Jagd, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Ihre Hauptnahrung bestand in erster Linie aus dem Fleisch von Elch und Karibu sowie aus Fisch. Sie lebten in Fellzelten und in halbunterirdischen Holzhütten mit doppeltem Pultdach. Diese waren mit Torf bedeckt. Manche Männer der Kutchin heirateten gleich mehrere Frauen. Eine Heirat erforderte für sie nur einige wenige Geschenke an die Braut.
Diese durfte keine Cousine ersten Grades des Bräutigams sein. Alle Kutchin gehörten einer Sippe an, die einen Stammvater als Oberhaupt hatte. Die Frauen bearbeiteten Leder für die Bekleidung, halfen beim Fischen und bauten die Kanus. Sie waren in eine Art Klassengesellschaft eingeteilt und es bestand sogar eine Form milderer Sklaverei. Allerdings wurde das Sklavenverhältnis nicht vererbt. Häuptlinge vererbten ihre Stellung und auch ihr Eigentum an ihre ältesten Söhne.
Den jungen Mädchen wurde eine freizügige sexuelle Beziehung zu den jungen Männern erlaubt, sie wurden allerdings bestraft wenn eine Schwangerschaft eintrat. Fast sämtliche Stämme der Kutchin, die früher ziemlich volkreich waren, sind in der heutigen Zeit ausgestorben. Zusammen existieren heute noch ca. 430 Muttersprachler (1998) einer ethnischen Population von rund 1.500 Angehörigen. Der Sprache zugehörende Dialekte sind: Fort Yukon Gwich’in, Arctic Village Gwich’in, Arctic Red River, West-Kanada-Gwich’in (Takudh, Tukudh, Loucheux).
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