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Komi
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- Eine dem permischen Zweig angehörende finno-ugrische Sprache innerhalb der uralischen Sprachfamilie, die in der zu Russland gehörenden Republik Komi (früher ASSR der Komi), mit dem Hauptort Syktywkar lebt. Der Lebensraum der Komi erstreckt sich vorwiegend über den westlichen und nördlichen Ural, auf die Taigazone sowie auf die Halbinsel Kola bis an die Küste des nördlichen Eismeeres. Ihre Sprache wird von etwa 262.200 Menschen (1993) innerhalb einer ethnischen Population von ca. 345.000 Angehörigen gesprochen.
Dem Komi eng verwandt ist die Sprache der –› Komi-Permjaken. Die lexikalische Similarität zwischen beiden Sprachen beträgt rund 80%, ebenso auch mit der Sprache der Udmurten. Die heutige Schriftsprache der Komi entstand bereits im 18. Jh. Etwa 85% der Gesamtzahl der Komi leben in der gleichnamigen Gebietseinheit, der Rest im Gebiet Tjumen, auf der Kola-Halbinsel und anderen Gebieten Nordrusslands. Ihre Eigenbezeichnung lautet „Komi- Mort“, („Komi = Mensch, Mann“) von den Russen wurden sie „Syrjänen“ genannt.
Die Komi betreiben Ackerbau und Viehzucht, in der Tundraregion besonders Rentierzucht und in der Taigaregion Pelztierzucht, Pelztierjagd und Waldwirtschaft. Sie besiedelten bereits seit dem 10. Jh., aus dem Gebiet von Kama und Wjatka kommend, ihre heutigen Wohngebiete im kolonialen Norden Russlands, an den Flüssen Syssola, Wytschegda und Petschora. Dort unterstanden sie zuerst der Hoheit Nowgorods, danach der Herrschaft russischer Teilfürstentümer im Wolga-Oka-Gebiet. Sie hatten enge Kontakte zu den Wolgabulgaren. Zum orthodoxen Christentum wurden sie im 14. Jh. bekehrt, jedoch blieben Reste der ursprünglich schamanistisch- animistischen Anschauungen erhalten.
Seit dem 16. Jh. wanderten in die Siedlungsgebiete der Komi verstärkt Russen ein und verdrängten viele Teile ihrer Bevölkerung weiter nach Norden, in die Gebiete von Petschora und Ischma. Die Komi bildeten im Unterschied zu anderen finnischen Ethnien um 1926 noch eine klare Bevölkerungsmehrheit in ihrer nationalen Gebietseinheit. 1921 wurde von den Sowjets ein Autonomes Gebiet der Komi errichtet, das 1936 dann zu einer ASSR aufgewertet wurde. In sowjetischer Zeit wurde dann dieses Gebiet, auf dem die Komi in traditioneller Art wirtschafteten, rapide industrialisiert.
Bereits 1937 entfielen 75% der Produktion auf den Industriesektor. Dabei bildete sich im Nordosten ein großes Kohle-, Erdöl- und Erdgas- Revier heraus. Durch die nun höher werdende Arbeitsimmigration in Verbindung mit der Industrialisierung und die Errichtung riesiger Straflager, die mit Opfern des stalinistischen Terrors aus der ganzen Sowjetunion belegt wurden, veränderte sich die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung rapide. 1959 war der Anteil der Komi auf rund 30% gesunken. Nach einer Zählung aus dem Jahre 1989 lebten da etwa nur 23,3% Komi, allerdings 57,7% Russen, 8,3% Ukrainer und 2,1% Weißrussen.
Von allen finnischen Ethnien in Russland unterlagen die Komi am frühesten, nämlich schon seit dem 14. Jh. der Missionierung durch die russische Kirche. Damals begann die Christianisierung der Komi unter STEPHAN VON PERM. Auch die ältesten Schriftdenkmäler in altsyrjänischer Schrift stammen aus dieser Zeit. Danach waren die Komi besonders stark von der Spaltung dieser Kirche im 17. Jh. betroffen. Altgläubige nahmen in der Taiga Zuflucht und verbreiteten ihren Glauben unter den Einheimischen. Die Komi und die mit ihnen verwandten Komi-Permjaken entwickelten im 14. bis ins 16. Jh. eine in Vergessenheit geratene altpermjakische Literatur mit einem eigenen Schriftsystem.
Im 19. Jh. begannen russische Gelehrte die Folklore und die mündlich tradierte Dichtung der Komi aufzuzeichnen. Im März 1992 wurde die ASSR zu der Republik der Komi aufgewertet und im Mai desselben Jahres strich das Parlament die Adjektive „sozialistisch“ und „sowjetisch“ aus ihrem Staatsnamen
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