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Hindi
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- Eine zu dem zentralindischen Zweig gehörende indoarische Sprache und zugleich auch die bedeutendste der neuindischen Sprachen. Bei der Bestimmung der zentralen Gruppe der indoarischen Sprachen weichen die Wissenschaftler wesentlich voneinander ab. Streng genommen wird der Kern dieser Gruppe nicht von verschiedenen Sprachen, sondern von mehreren verwandten Dialekten gebildet. Unter dem Begriff „Westhindi“ fasst man die Sprachen bzw. Dialekte: Khari Boli, Braj Bhaka, Kanauji, Bundeli und Bangaru zusammen.
Eng verwandt sind diesen die Dialekte Awadhi, Bagheli und Chattisgarhi, die unter dem Begriff „Osthindi“ zusammengefasst werden. Hindi und Urdu (die Bezeichnung Urdu stammt vom turksprachigen „ordu = Wohnzentrum, Stamm, Heim, Hof“ ) sind zwei hauptsächlich schriftsprachliche Varianten ein und derselben Sprache, für die auch die gemeinsame Bezeichnung „Hindustani“ teilweise verwendet wird. Der Unterschied zwischen dem Hindi und Urdu besteht vor allem in Schrift und in Lexik infolge ihrer unterschiedlichen kulturellen und religiösen Einflusszonen. Für Hindi wird die Devanagari und für Urdu dagegen die arabische Schrift verwendet.
Hindi wurde 1950 als Staatssprache Indiens zunächst neben Englisch festgelegt, und das Urdu ist Staatssprache Pakistans. Hindi wird von etwa 180 Mio. Menschen in Indien (182 Mio. in sämtlichen Ländern) als Muttersprache (1991) angewandt, inklusive der Sprecher, die es als Zweitsprache benutzen sind es 363,839 Mio. oder rund 50% der Bevölkerung in Indien, zählt man die Zweitsprachler in den Ländern in Südasien, Südamerika, Afrika und anderen Auswanderungsgebieten dazu, sind es ca. 418 Mio. Menschen. Literarisch wurde das Hindustani im 16. und 17. Jh. an den Höfen der islamischen Herrscher Südindiens verwendet.
Dort entstand als Variante das „Dakhni“, das sich in der Lexik und der Grammatik vom nördlichen Hindustani unterscheidet. Hier traten einige Formen auf, die charakteristisch für die Dialekte des Westhindi sind, sich in der Literatursprache im Norden aber nicht erhalten haben. In Nordindien drang das Hindustani im 18. Jh. in die höfische Literatur ein. Hier wurde es von persisch beeinflussten Autoren verwendet und somit auch mit persischen Entlehnungen angereichert.
Die literarische Form der Sprache, die sich auf diese Weise herausbildete, wurde anfangs „Rekhta“ genannt, ist aber seit dem 19. Jh. als Urdu bekannt und heute die Staatssprache von Pakistan, die von über 10 Mio. Menschen gesprochen wird und eine der wichtigsten Schriftsprachen Indiens, hauptsächlich unter der städtischen Bevölkerung des nördlichen Teils des Landes sowie in Andhra Pradesh verbreitet ist.
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