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Friaulisch
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Auch bekannt unter:
- Frioulan
- Frioulian
- Friulano
- Friulisch
- Furlan
- Priulian
- Rätoromanisch
- Die friaulische Sprache, die von etwa 794.000 Friaulern (Friulani; 2000) mit der Eigenbezeichnung „Furláns“ im nordöstlichen Italien, in der Autonomen Region Friuli- Venezia-Giula, zwischen der Adria und den Karnischen Alpen gelegen, gesprochen wird, ist ein rätoromanischer Dialekt innerhalb der romanischen Sprachgruppe, der dem Ladinischen näher steht als dem Bündnerromanischen. Im Friaulischen finden sich Elemente der keltischen Sprache wieder. Vor der römischen Besetzung, etwa im 2. Jahrtausend v. Chr. beeinflussten die Etrusker die Sprache der alten Räter und danach durchdrang sie das Lateinische.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte diese Sprache durch die Veröffentlichung zahlreicher schriftsprachlicher Dokumente eine Renaissance. Im 6. Jh. kam Friaul zum Herzogtum der Langobarden, und seit der Herrschaft KARLS DES GROSSEN war er eine fränkische Markgrafschaft. Von 1077 an stand er unter dem Patriarchat von Aquileja, ab 1420 kam der Westen unter venezianischen Einfluss, der Osten fiel 1500 an die Habsburger. 1797 gelangte auch der venezianische Friaul in den österreichischen Einflussbereich, seit 1866 erfolgte die Anbindung an Italien.
Die Grafschaft Görz ging erst 1918 an Italien, der von Slowenen besiedelte Osten 1947 an Jugoslawien. Das „Movimento Friuli“, das sich seit der 60er Jahre für die kulturelle Revitalisierung und die Autonomie engagiert, förderte besonders die autonomen Bestrebungen der Friauler. In letzter Zeit werden zwei gegensätzliche Tendenzen immer deutlicher, einmal eine Annäherung zur modernen Italienisierung, zum anderen aber auch ein anwachsendes Interesse, vor allem einer intellektuellen Minderheit, an den eigenen Traditionen und regionalen Kulturen.
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