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Flämisch
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Die belgische Variante der zur germanischen Sprachgruppe gehörenden niederländischen Sprache, die von mehr als 6 Mio. Menschen in Flandern, wozu die belgischen Provinzen West- und Ostflandern, Brabant, Antwerpen und Limburg gehören, gesprochen wird. Aber die flämische Sprache wird auch in den französischen Départements Nord- und Pas-de-Calais gesprochen sowie in Seeländisch Flandern in den Niederlanden. In Belgien bezeichnet der Begriff Flämisch die Hochsprache für den niederländischsprachigen Teil des Landes und somit den Gegensatz zum Französischen.
Es gibt einige Schattierungen in Aussprache, Wortschatz und Syntax zwischen dem Niederländischen und Flämischen. Die Flamen (fläm. „Vlamingen“, frz. „Flamands“) sind ihrer Herkunft nach Niederfranken mit friesischem und niedersächsischem Einschlag, von Osten kommend, in der Völkerwanderungszeit die romanisierten keltisch- germanischen Mischstämme, die Wallonen, in ihrem Gebiet zurückgedrängt haben. Die Gebiete der heutigen Niederlande und Belgiens waren 1555 an die spanischen Habsburger gefallen. Die nördlichen calvinistischen Provinzen befreiten sich, der katholische Süden blieb aber bei Spanien, und kam 1713 an die österreichischen Habsburger.
Nach dem Verzicht Österreichs, 1815, wurde er mit Holland zum Königreich der Niederlanden vereint. Ein Aufstand 1830 führte zur Unabhängigkeit Belgiens. Seit 1848 wurde dann hier die Sprachenfrage akut. Die Oberschicht sprach Französisch, das die Staatssprache war. Die Flämische Bewegung, die zum Ziel hatte, die sprachlich-kulturelle Identität der Flamen zu bewahren und ihre wirtschaftlichen und politischen Belange den Wallonen gegenüber zu sichern, erstritt im Jahre 1898 die Anerkennung des Niederländischen als Amtssprache.
Wegen der unterschiedlichen Wirtschaftsentwicklung in Flandern und Wallonien brachen die Konflikte erneut auf. In den Jahren 1962/63 wurden nun zwei Sprachgebiete, eins mit Niederländisch das andere mit Französisch als Verwaltungssprache voneinander abgegrenzt. Trotzdem behielt der Sprachenkonflikt seine Sprengkraft. Durch eine Verfassungsänderung wurde Belgien 1970 in insgesamt vier Sprachregionen eingeteilt, in Wallonien, Flandern das zweisprachige Brüssel und ein deutschsprachiges Gebiet im Osten. Weitere, folgende Verfassungsänderungen zeigen, dass dieser Konflikt noch besteht.
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