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Finnisch
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Die bedeutendste finno-ugrische Sprache des ostseefinnischen Zweiges innerhalb der uralischen Sprachfamilie, die heute von ungefähr 10 Mio. Menschen in Nord- und Nordosteuropa gesprochen wird. Sie bildet in Finnland die Amtssprache des Landes. Die finnische Sprache gliedert sich in zwei Hauptdialekte, Westfinnisch , das sich über ganz Finnland erstreckt und Karelisch in dem heute zu Russland gehörenden Teil Kareliens.
Die Orthographie des Finnischen ist nahezu phonetisch, durch Doppelschreibung wird die Vokal- und Konsonantenlänge gekennzeichnet. Ferner sind kennzeichnend Vokalharmonie und Stufenwechsel. Die finnische Sprache hat 15 Kasus. Die Schriftsprache, begründet durch M. AGRICOLA , beruhte während der gesamten altfinnischen Periode (ca. 1540–1820) auf den westlichen Dialekten. In der anschließenden Periode (bis ca. 1870) wurde die Grundlage durch Einbeziehung der östlichen Dialekte verbreitert.
Durch Neubildungen unter Ausnutzung der reichen Wortableitungsmöglichkeiten und Dialektwörter wurde die finnische Sprache bereichert und befähigt, in der jüngeren Zeit das Schwedische als Bildungs- und Amtssprache in Finnland zu ersetzen. Die finnische Sprache wird heute allein in Finnland von mehr als 5 Mio. Menschen gesprochen, darüber hinaus in Schweden und in Russland. Aber auch in Norwegen wird ein Finnisch gesprochen, das den Namen Kven-Finnisch (Kven, Nord-Finnisch) trägt. Ca. 5.000 bis 8.000 Sprecher (1998) leben in Nord-Norwegen, im Kreis Tromso und in den Kreisen der Finnmark, Ruija, Kveeniland; in der Stadt Tromso und in Oteren, Skibotn, Storslett, Kvaenangsbotn, Nordreisa, Borselv, Neiden, Alta, Bygoynes und Vadso.
Die Sprecher des Standard- Finnisch verstehen das meiste des Kven, noch besser verständlich ist ihnen aber das Tornedalen-Finnisch in Schweden, das etwa 79,580 Menschen (2000) einer Population von 40.000 bis 70.000 Angehörigen sprechen. Die Gesamtpopulation in allen Ländern beträgt 109.580. Die Sprache trägt die Namen Tornedalen, Meänkieli, Torne- Tal-Finnisch, Tornedalsfinska, Nord-Finnisch und ist verbreitet in NO-Schweden, im Kreis Norrbotten, in Gällivare, Kiruna, Pajala, Övertorneä und Haparanda. Die Eigenbezeichnung der Finnen ist „Suomalaiset“ nach ihrem Land „Suomi = Sumpfland“.
Sie kamen im 1. Jh. n. Chr. aus dem Gebiet des heutigen Estlands und wanderten zunächst in den Süden Finnlands, von wo sie sich dann allmählich weiter ausbreiteten. Heute wirken urbane Lebensführung und Industrialisierung immer stärker auf ihre einst nur agrarisch bestimmte Volkskultur ein. Die Pflege ihrer überlieferten Volkskultur wie traditionelle Hausarbeiten, brauchtümliche Feste, volkstümliche Spiele und die Pflege der verschiedenen Mundarten finden allgemeines Interesse.
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