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Donauschwaben
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Eine erst im Jahre 1922 geprägte Bezeichnung für die deutschen Siedler, die vor allem im 18. Jh. an der mittleren Donau und im rumänischen Banat angesiedelt wurden. Das Osmanische Reich hatte diese Gebiete am Ende des 17. Jh. an die Habsburger abtreten müssen. Die Neubesiedlung wurde von den Grundherren sowie vom Staat getragen, der in der entvölkerten Region planmäßig Dörfer errichtete.
Die Siedler kamen vor allem aus Gegenden West- und Südwestdeutschlands und wurden von den Ungarn „Schwaben“ genannt. Sie waren überwiegend Bauern, die in ihrem neuen Umfeld einen eigenen Lebensstil ausbildeten. Im 19. Jh. gerieten sie unter den Druck des ungarischen Nationalismus mit seiner Assimilierungspolitik, der sie nur sehr wenig entgegenzusetzen hatten. Mit dem Zusammenbruch der Donaumonarchie 1918 fiel das Siedlungsgebiet der Donauschwaben nun an die Nachfolgestaaten Ungarn, Jugoslawien und Rumänien und die Donauschwaben entwickelten in der Auseinandersetzung um ihre Rechte als Minderheit ihr Selbstverständnis als Volksgruppe.
Vor dem Jahr 1914 betrug ihre Zahl noch etwa 2 Mio. Als Folge des Zweiten Weltkriegs gibt es in Jugoslawien (bzw. den heute daraus entstandenen Einzelstaaten) keine Donauschwaben mehr. In Rumänien wird ihre Zahl bei laufender Aussiedlung auf unter 30.000 geschätzt. Nur im Süden Ungarn leben heute noch etwa 200.000 Angehörige, die dort gewisse Minderheitsrechte genießen und von Deutschland unterstützt werden, vor allem wegen des drohenden Verlustes ihrer deutschen Sprache.
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