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Ashanti
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Zur Tano-Untergruppe des Akan-Zweiges (Volta-Camoe-Sprachen) gehörende Kwa-Sprache. Das Twi (Fante, Akan) wird zusammen mit dem Ashanti zwischen den Flüssen Volta im Osten, Schwarzen Volta im Norden und Comoé im Nordwesten Ghanas gesprochen. Früher wurde Twi (auch Akwapem ) im Südosten und Fante (Fanti) im Süden sowie Akjem (Aken) im Osten und Asante (Ashanti) im Zentrum und im Norden als selbständige Sprachen angesehen. Für Fante und Twi wurden Literatursprachen entwickelt.
Die moderne Akan-Nationalsprache baut vor allem auf der Fante-Tradition auf. Das Twi (Fante) zält heute als die bedeutendste Sprache Ghanas. Die Ashanti sind ein westafrikanisches Volk mit über 3 Mio. Menschen im dichtbesiedelten und heute stark gelichteten Regenwald des südlichen Ghana und den angrenzenden Gebieten Togos und der Elfenbeinküste. Sie gehören zur Gruppe der Akan, unter deren Stämmen sie kulturell und politisch dominieren. Ihre Sprache wird heute hauptsächlich „Twi“ genannt. Die Mehrzahl von ihnen lebt in aus rechteckigen Giebeldachhäusern bestehenden Dörfern vornehmlich von der Landwirtschaft. Zur Selbstversorgung werden Bananen, Yams, Maniok sowie auch vielerlei Sorten an Gemüse angebaut. Das Hauptplantagenprodukt ist aber der Kakao. Haustiere wie Schafe, Schweine, Ziegen und Hühner werden fast überall gehalten. Der Handel spielt im Leben der Ashanti eine bedeutende Rolle. Sie exportieren Kakao, Bauholz, Bauxit und andere Mineralien. Früher waren das Gold und der Sklavenhandel die größte Einnahmequelle.
Um deren Besitz wurden zahlreiche Kriege ausgetragen. Die früheren Könige der Ashanti hatten das Recht auf allen Goldstaub, der beim Handel auf dem Markt von Kumasi, der Ashanti- Hauptstadt, auf den Boden fiel. Dabei brachte die Siebung des Bodens bis zu tausend Unzen Gold. Die Stellung des Einzelnen in der Ashanti-Gesellschaft wird durch seine Abstammungslinie bestimmt, die nicht die des Vaters sondern die der Mutter ist. Die mütterliche Sippe eines Mannes (abusua) bestimmt den größten Teil seiner gesellschaftlichen Beziehungen. Jedoch wird auch der väterlichen Abstammung ein bestimmter Wert zuerkannt. Mitglieder der mütterlichen Klane unterstützen sich untereinander im Hausbau, bei der Landarbeit, bei Beerdigungsriten. Die Ashanti waren sehr gefürchtete Krieger.
Sie kannten eine Art allgemeine Wehrpflicht und vermochten in kurzer Zeit größere Truppenverbände aufzustellen. Das Ashantiland war aber auch Zentrum des Kunsthandwerks. Es wurden vielerlei Goldarbeiten, Goldgewichte, hölzerne Puppen, Terrakottaplastiken, Weberzeugnisse, Farbdrucke u.a.m. hergestellt. Über die frühe Geschichte der Ashanti weiß man sehr wenig, aber das Königreich der Ashanti kann sicher bis zum Beginn des 16. Jh. nachgewiesen werden. Die Ashanti stammen vermutlich aus den Savannen nördlich der westafrikanischen Regenwaldzone und lebten in der Nachbarschaft der Dagomba, eines Mosi-Reiches. Sie erkämpften sich ihre politische Unabhängigkeit, bauten eine staatliche Organisation auf und zogen nach Süden in ihren heutigen Lebensraum.
Durch Bündnisse und Eroberungen gliederten sie immer mehr Stämme in ihren Staat ein. Ihr stärkster Gegner war das Reich Denkera, das vom Begründer der Ashanti-Konföderation, OSEI TUTU, der als erster den Titel „Asantehene = König der Ashanti“ trug, Anfang des 18. Jh. unterworfen wurde. Der zunächst innerafrikanische und später internationale Sklavenhandel spielte schon immer in der wirtschaftlichen sowie der politischen Geschichte der Ashanti eine dominierende Rolle. Mit Beginn des 18. Jh. entwickelten sie sich zu einem Hauptversorger englischer und holländischer Sklavenhändler, wobei allerdings die Fanti im Süden den Ashanti den Zugang zur Küste verwehrten.
Die endgültige Abschaffung des Sklavenhandels (1807) verwickelte die Ashanti in einen 70 Jahre währenden Konflikt mit England (1824–1896) und leitete das Abklingen ihrer Macht ein. Provinzen fielen ab, wobei die südlichen die „Gold Coast Colony“ bildeten. Im Jahre 1902 wurde dann das restliche Ashanti-Reich zur britischen Kronkolonie. Erst 1935 wurde die Ashanti- Konföderation unter P REMPE II. wieder erneuert und im Jahre 1957 gewann das Königreich seine Unabhängigkeit und ging in den Staat Ghana über. In Ghana standen die Ashanti bis 1960 in Opposition zu dem gewählten Präsidenten KWAME NKRUMAH. Heute stellt die Ashanti- Bevölkerung das wohl progressivste Element und zählt gegenwärtig zu den wirtschaftlich erfolgreichsten Völkern in Ghana. Die Blüte des Landes basiert auf ihren nach modernen wirtschaftlichen Techniken arbeitenden Kakaoplantagen, durch ihren Holzhandel und andere Unternehmungen.
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