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Aromunisch
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Eine sogenannte makedoromanische Sprache, die eine von vier Formen der rumänischen Sprache bildet, und damit der romanischen Gruppe der indogermanischen Sprachfamilie angehört. Ihre Sprecher, die Aromunen, sind Nachkommen der alteingesessenen romanischen Balkanbevölkerung und waren früher eine über die gesamte Balkanhalbinsel südlich der Donau verbreitete ethnische Minderheit, die niemals zu einer Eigenstaatlichkeit gelangten. Sie bilden heute einzelne Sprachinseln in Mazedonien, Südalbanien, Bulgarien, Nordgriechenland und nach Umsiedlungen in den 20er bis 40er Jahren des 20. Jh. in der Dobrugea in Rumänien. Heutige Statistiken schwanken zwischen 700.000 und 2,5 Mio. Aromunen, deren Eigenbezeichnung „Armâni“ ist.
Von anderen Völkern werden sie teilweise „Walachen“ genannt, von den Rumänen „Aramân“, von den Serben „Zinzaren“ , von den Griechen „Kutzowalachen“,von den Albanern „Rumeri“ und von den Türken „Tschobani „. Die Herkunft der Aromunen ebenso wie auch der genaue Zeitpunkt einer möglichen Einwanderung aus dem Norden sind umstritten. Die traditionelle Lebensform der aromunischen Viehzüchter ist die teilweise noch heute praktizierte Transhumanz. Sie betätigen sich, wie früher fast alle Balkanrumänen, als nomadische Hirten.
Neben der Viehzucht spielen in der heutigen Zeit, vor allem bei den Aromunen in Nordgriechenland, Handwerk und neuerdings auch Tourismus eine bedeutende Rolle. Ein Minderheitsbewusstsein ist bei den Aromunen kaum ausgeprägt. Sie tragen z.T. noch heute ihre schwarz-weiße Tracht (Fes, Wollgürtel, mit Schnüren besetzte Wollkleider) und haben den zweistöckigen Steinhausbau und in Reliktgebieten auch noch ihre Lebensweise erhalten. Bis in das 19. Jh. spielten die Aromunen im südosteuropäischen Handel eine bedeutende Rolle.
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