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Akha
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Auch bekannt unter:
- Äkhor
- Aini
- Aka
- Ako
- Ekaw
- Ikan
- Ikaw
- Ikor
- Kaw
- Kha Ko
- Khako
- Khao Kha Ko
- Ko
- Yani
Eine zum Südzweig der Lolo-Gruppe gehörende lolo-burmesische Sprache, die mit rund 130.000 Angehörigen (1990) in China, im Südwesten der Autonomen Präfektur Tai-Xishuangbanna in der Provinz Yunnan gesprochen wird. Etwa 200.000 Angehörige (1991) sprechen sie am oberen und mittleren Loi-Fluss, östlich von Kengtung im Shan-Staat in Myanmar, rund 60.000 Angehörige (1998) in ca. 250 Dörfern der Provinzen Chiang Mai, Chiang Rai und Mae Hong Son in Thailand, etwa 58.000 Angehörige (1995) in den Provinzen Phongsaly und Luang Namtha in Laos sowie über 1.260 Angehörige (1995) in den Provinzen Quang Binh und Quang Tri, beiderseits der vietnamesisch-laotischen Grenze, nordöstlich von Phuc Trach in Vietnam. Die eigentlichen Bevölkerungszahlen der Akha sind sehr umstritten. Untergruppen bzw. die Dialekte des Akha sind: Ako, Puli, Tujtso und Asong.
Bei dem Terminus „Akha“ handelt es sich um keine genuine Eigenbezeichnung des Volkes, sondern um eine ursprüngliche Fremdbenennung, vermutlich durch die Thai. Sie siedeln im Bergland in einer Höhe von 500 bis 1.800 Metern und ihre Lebensgrundlage ist bis heute der Ackerbau auf Brandrodungsfeldern. Sie siedeln immer etwas höher als die anderen Stämme der Region. Neben mehreren Getreidearten kam dominierend der Anbau von Opium dazu. Die Felder der Akha können teilweise viele Stunden von ihrem Dorf entfernt liegen. Ihre Dörfer bestehen aus 10 bis 40 Häusern. Die Akha stammen eigentlich aus der chinesischen Provinz Yunnan, von wo sie dann bis in den Shan-Staat Myanmars zogen. Erst zu Anfang des 20. Jh. ließen sie sich auch im Norden von Thailand nieder.
Die Akha sind in Lineages und Klane unterteilt, die immer in patrilinearer Form verlaufen. Die wichtigste Entscheidungsebene bei ihnen ist der Haushalt. Sein Oberhaupt fällt alle anstehenden wirtschaftlichen, politischen und religiösen Entscheidungen. Er vertritt seine Angehörigen auch im Dorfrat, dessen wichtigste Aufgabe die Wahl des Dorfvorstehers sowie auch des Priesters ist. Die Position des politischen Repräsentanten als Vermittler nach außen hin, war in der Machtstruktur eines Akha-Dorfes ursprünglich wohl nicht vorgesehen und ist somit mit nur sehr geringer Autorität ausgestattet. Hingegen wird der Priester auch in jene Krisensituationen umgehend eingeschaltet, die nicht unbedingt mit dem spirituellen Bereich in Verbindung zu bringen sind. In seine Zuständigkeit fallen eigentlich alle Aktivitäten, die den Zusammenhalt innerhalb des Dorfes symbolisieren und fördern, insbesondere alle Riten, die den Jahresablauf bestimmen. Die das Individuum betreffende Zeremonien werden hingegen vornehmlich von spezialisierten Heilern und Exorzisten durchgeführt. Die Akha gelten selbst bei den anderen Bergstämmen ihrer Gegend als das urtümlichste Volk. Sie jagen mit Katapulten, Pfeil und Bogen, Fallen und Gewehren alle erdenklichen Waldtiere.
Am bekanntesten ist bei ihnen die Vorliebe für Hundefleisch. Sie sind Animisten, deren Geisterschreine sich aber, im Gegensatz zu den anderen Bergvölkern, außerhalb des Dorfes befinden. Die Akha sind von den anderen Völkern dieser Region sehr leicht an ihrer Kleidung zu erkennen. Frauen tragen schwarze Blusen und knielange Röcke. Sie schmücken sich mit Perlenketten und Silberreifen. Auf den Köpfen tragen sie hohe Kappen, die reichlich mit Silberschmuck verziert sind. Daran ist meistens ihr Status zu erkennen. Der Kopfschmuck fällt auf beiden Seiten am Kopf herab. Er ist mit dem Haar der Frauen, das sie nur äußerst selten kämmen, verschlungen. Man sagt den Frauen der Akha nach, dass sie sogar mit ihrem Kopfschmuck schlafen. Die Männer tragen schwarze Hosen und z.T. bestickte schwarze Jacken. Sie schneiden ihr Haar kurz und lassen am Hinterkopf eine Strähne wachsen. Sie glauben, dass, wenn diese abgeschnitten würde, böse Geister in ihren Kopf eindringen könnten, die sie zum Wahnsinn trieben.
Die heranwachsenden Jungen und Mädchen genießen in den Akha-Dörfern eine recht große sexuelle Freiheit. In einigen Dörfern gibt es einen besonderen Treffpunkt am Rande des Dorfes, wo sich die jungen Leute abends versammeln. Eine heute allerdings kaum mehr ausgeübte Praxis, mit der die heranwachsenden Jugendlichen in das Sexualleben eingeführt wurden, bestand darin, dass sich die jungen Mädchen einem Witwer mittleren Alters, der von den Dorfältesten ausgewählt wurde, hingaben, bevor sie einen heiratsfähigen Status erlangten. Dieser Mann, (au schau) genannt, lehrte den jungen Mädchen die Kunst der Liebe. Für die heranwachsenden jungen Männer gab es eine ähnliche Erziehung durch eine Witwe, (mida) genannt, die ebenfalls die Ältesten auswählten.
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