Japanisch lernen – Es gibt viele Wege zur japanischen Sprache
Diesen Artikel empfehlen
Mangafans, Animefans, Budofans, Liebhaber des Ikebana, der Teezeremonie, der Kalligraphie, des Bonsai und all der anderen schönen Japan-Hobbies!
(Gastautorin – Frau Dr. Monika Lubitz – Gateway to Japan)

Es gibt viele Wege zur japanischen Sprache, und die müssen gar nicht so eng, steil und beschwerlich sein, wie immer angenommen. Sehen wir uns doch den Fuji-san einmal genauen an, den wir besteigen wollen. Wie überall in Japan ist eine solche Besteigung gut vorbereitet und organisiert.
Die erste Voraussetzung, nämlich eine starke Motivation, bringen Sie ja schon mit.
Basislager 1: Die Aussprache ist eigentlich ganz einfach. Im Gegensatz zu so vielen asiatischen Sprachen gibt es hier nämlich keine Töne. Übrigens kennen die Japaner zwar kein l, dafür aber ein r, das in der Aussprache so zwischen r, l und dem englischen th liegt. Mit ein bisschen Übung hat man das bald raus…
Basislager 2: Die Grammatik ist extrem regelmäßig (es gibt nur 3 unregelmäßige Verben) und nur zwei Zeiten (Gegenwart und Vergangenheit), die jeweils in positiver und negativer Form durchgespielt werden. Es gibt keine Unterscheidung der Personen und auch Einzahl oder Mehrzahl wird nicht am Verb markiert. Das gleiche gilt im
Übrigen auch für die Adjektive, die nicht an das Wort angeglichen werden, das sie näher beschreiben. Alle anderen Wortarten sind unveränderlich!
Basislager 4: Zugegeben, die Schrift ist etwas komplizierter, aber hier helfen die beiden Silbenschriften mit jeweils 47 Zeichen immens. Die Hiragana sind am häufigsten gebraucht und mit ihnen werden auch die grammatikalischen Informationen an einen unveränderlichen Verbstamm angefügt. Die Katakana funktionieren fast so wie bei uns die Kursivschrift um Wichtiges hervorzuheben, werden aber vor allem für Fremdwörter und die Namen der Ausländer benutzt. Theoretisch könnte man mit diesen 94 Zeichen ganz gut auskommen, wenn die Sprache nicht aus so vielen gleichklingenden Worten mit unterschiedlicher Bedeutung das Textverständnis stark erschwerten. Deshalb sind auch die chinesischen Zeichen eine große Hilfe. Selbst im Gespräch kommte es vor, dass sich Japaner der verstandenen Bedeutung rückversichern indem sie sich diese Zeichen in die Handfläche malen. Auch ihnen liegt eine Systematik zugrunde, so dass mit regelmäßiger Übung auch das gemeistert werden kann. Außerdem erleichtert der Computer heutzutage auch hier Vieles. Mit einem Grundwissen von knapp 2000 dieser Kanji kann man schon eine Tageszeitung lesen.
>>> Langwhich.com Profil von Gateway to Japan | Frau Dr. Monika Lubitz
Der Weg selbst wird aber erst durch ein individuell passende Lernstrategie (hierzu näheres unter http://www.language-know-how.com/) geebnet: Es ist wichtig, sich regelmäßig mit der Sprache zu beschäftigen, und sei es nur passiv das Audiomaterial aufzunehmen. Dadurch prägt sich die Satzmelodie ins Unterbewusstsein ein. Mit speziell präparierten Lektionstexten, die erst einmal wörtlich übersetzt werden, wächst das Sprachgefühl für die zunächst einmal fremde Satzstruktur. Außerdem kann damit auch das Leseverständnis gefördert werden wenn man den Text (wörtliche Übersetzung, lateinische Umschrift, Kana-Silbenschriften oder auch komplett mit Kanji) beim Hören des Audiomaterials mitliest. In diesem Kontext lernt man auch die Vokabeln viel leichter. Das Schreiben ist dann ein weiterer Schritt, der mit anderen Materialien geübt werden sollte.
Während man die Kana recht schnell lesen und schreiben lernt, braucht man für die Kanji schon mehr Übung. Es gibt mittlerweile gute Trainingsprogramme um das Erkennen der Zeichen zu üben, leider aber auch hier oft aus dem Kontext gerissen. Mein persönlicher Tipp also – schreiben Sie die Lektionstexte mit der Hand ab nachdem sie die nötigen Kanji zuvor nach einer Anleitung (Printmedium oder digitales Medium) geübt haben. So verbinden Sie das Schriftbild im Unterbewusstsein mit der Aussprache und der Bedeutung.
All diese Punkte gelten egal, ob Sie sich für einen Kurs an der Volkshochschule, an der Universität oder einen Privatunterricht entscheiden, und auch egal, ob Sie sich in der realen Welt mit dem Sprachlehrer treffen, oder einen Online-Kurs gewählt haben.
Die Krönung dieses Weges zum Erlernen der japanischen Sprache ist aber das Eintauchen in eine japanisch-sprachige Umgebung. Nun liegt Japan ja leider nicht gleich nebenan und so eine Reise ist mit hohen Kosten verbunden, doch im Zeitalter des Internets und der Globalisierung finden wir japanische Filme, Anime und Manga überall. Wenn wir dann unseren Erfolg erleben, dann ist das als ob bei Ankunft auf dem Gipfel des Fuji-san die Sonne aufgeht!
Gateway to Business with Japan bietet Kurse für jeden Geschmack – Präsenzkurse, Online-Kurse, Gruppenunterricht oder Privatunterricht. Sprechen Sie uns an, so dass wir den für Sie besten Weg finden, die japanische Spache zu erlernen.
Kontakt
Gateway to Business with Japan
Frau Dr. Monika Lubitz
Weserstraße 11
63225 Langen
Deutschland
Telefon: 06103 8312137
e-mail: mw@japanisch-wa.de



