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Bilinguale Babys lernen Sprachen im eigenen Rhythmus

27.09.2011 07:15 Langwhich.com

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Zahlreiche Studien zeigen, dass Kinderhirne große Leistungen vollbringen. So können bereits wenige Monate alte Säuglinge die typischen Laute und die Sprachmelodie ihrer Muttersprache mühelos erkennen.



Doch wie sieht das bei Säuglingen aus, die mehrsprachig aufwachsen? Wann erkennen sie ihre Muttersprachen? Dies untersuchten amerikanische Forscher der University of Washington in einer im Fachmagazin “Journal of Phonetics” erschienenen Studie. Dabei fanden Sie heraus, dass sich bei bilingualen Säuglingen, die Phase der entscheidenden Sprachprägung weiter nach hinten verschiebt.

Die Forscher untersuchten jeweils eine Gruppe mit einsprachigen Kindern und eine Gruppe bilingualer Kinder unterschiedlichen Alters. Die Kinder stammten aus rein englischen, rein spanischen und spanisch-englisch gemischten Haushalten und wurden über ein Jahr hinweg untersucht. In regelmäßigen Abständen unterzogen sich die kleinen Probanden diversen Sprachtests. Die Säuglinge trugen während der Tests eine leichte Kappe mit Elektroden, die ihre Hirnströme aufzeichneten. In den Tests hörten die Kinder zunächst verschiedene Laute, die in beiden Sprachen vorkommen. Dazwischen ertönten ab und zu einzelne typisch spanische oder typisch englische Laute. Mittels eines Elektroenzephalogramms (EEG) wurde durch Hirnstromsignal angezeigt, ob die Säuglinge die kontrastierenden Sprachmuster erkennen.

Die Forscher konnten deutliche Unterschiede bei den sechs bis neun Monate alten Kindern feststellen. Während das Gehirn einsprachiger Säuglinge auf Sprachlaute sowohl aus dem Englischen als auch aus dem Spanischen reagierte, zeigte das EEG bei bilingualen Kindern gar keine Hirnstromsignal. Im Gegensatz dazu reagierten die Gehirne von einsprachigen Kindern im Alter von zehn bis zwölf Monaten nur noch auf Laute ihrer Muttersprache. Bei Kindern, die zweisprachig aufwachsen, registrierten die Forscher in derselben Entwicklungsphase erstmalig überhaupt Hirnstromsignale. Durch die Messung von Gehirnreaktionen konnten die Forscher außerdem erkennen, welche Sprache die zweisprachigen Kleinkinder präferieren.D

Diese Ergebnisse lassen vermuten, dass sich das Gehirn bilingualer Babys offenbar nach einem anderen Zeitplan auf eine Sprache festlegt als das von einsprachigen Babys. Die Forscher gehen davon aus, dass das Gehirn bilingualer Kinder länger flexibel bleibt, um die große Vielfalt unterschiedlicher Sprachlaute in zweisprachigen Umgebungen besser verarbeiten zu können.

>>> Quelle: SprachenNetz

>>> Mehr Informationen zur Studie: www.sciencedirect.com

 


 

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Tags: Babys Sprachen lernen, bilinguale Babys, frühkindlicher Spracherwerb, Kinder Sprachen lernen, SprachenNetz, Studie Sprachen lernen

Kategorien: Lernmethoden

„Suggesto….. was?“ oder „Was ist eigentlich Suggestopädie?“

13.06.2011 12:06 Langwhich.com

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Ein Artikel über Suggestopädie von unserer Gastautorin Silke Rische – Ganzheitliches, suggestopädisches Lehren und Lernen im Zusammenhang mit dem Erlernen von Fremdsprachen.



Was ist Suggestopädie? Suggestopädie ist eine ganzheitliche Lehr- und Lernmethode, bei der alle Sinne in den Lernprozess mit einbezogen werden. Es wird mit Elementen von Spielen, Musik, Bewegung und Entspannung gearbeitet. Dabei werden verschiedene Lerntypen berücksichtigt, so dass jeder auf seine optimale Art lernen kann. Man kann auch sagen: Didaktik ist die Kunst des Lehrens. Methodik ist die Kunst, die Lerninhalte gut zu verpacken. Und die Suggestopädie verpackt auf ihre Art diese Lerninhalte, damit Lernen nachhaltig, beschleunigt, effektiv, kreativ und kurzweilig wird.

„Nicht Englisch lernen als Wissenschaft und Selbstzweck steht im Vordergund. Ich versuche in meinen Kursen den Wunsch der meisten Englischlernenden zu erfüllen: Spontan Englisch sprechen, ohne dabei in die Sprachwissenschaft abzudriften.“

Seit Prägung des Begriffs Suggestopädie vor über 40 Jahren durch Georgi Lozanov in Bulgarien sind viele neue Erfahrungen mit dieser Methode gemacht worden und sie wurde stetig weiterentwickelt. Bei der Planung des suggestopädischen Unterrichts werden die Bedürfnisse des Themas, der Lehrperson und die der Teilnehmer berücksichtigt. Dadurch entstehen immer wieder neue „Choreographien“ der Unterrichts- bzw. Trainingsgestaltung.

Wirkfaktoren dieser Unterrichtsmethode sind:

  • Einsatz von Musik und Bewegung
  • Wechselnde Sozialformen, die das Gruppenklima fördern
  • Einsatz spielerischer Elemente
  • Multisensorik / Lernen mit allen Sinnen
  • Ansprechend gestaltete Räume und entsprechendes Lernmaterial
  • Entspannungsverfahren
  • Wohlwollende Grundhaltung der TrainerInnen sich selbst und den Lernenden gegenüber
    Stressfreie Seminaratmosphäre
  • Rhythmisierung des Unterrichts

„All dies trägt dazu bei, dass die Lernenden den Lernstoff schneller, angenehmer und nachhaltiger aufnehmen können.“

Die Deutsche Gesellschaft für Suggestopädisches Lehren und Lernen gem. e.V. (kurz: DGSL) ist der Fachverband der Suggestopädinnen und Suggestopäden in Deutschland. Ihr Ziel besteht darin zu zeigen, wie einfach und doch nachhaltig Lehren und Lernen sein können und wie viel Freude alle Mitwirkenden dabei haben können.

Die DGSL wurde 1987 in Siegen gegründet und hat heute ihren Geschäftssitz in Pastetten bei München. Bundesweit hat die DGSL ca. 400 Mitglieder, die ganzheitlich tätig sind und in den Bereichen Schule, Hochschule, Industrie und Wirtschaft arbeiten. Daneben stehen Ansprechpartner und Partnerverbände in verschiedenen europäischen Ländern und den USA zur Verfügung. Eine Ausbildungskommission sorgt dafür, dass suggestopädische Ausbildungen einheitlich gestaltet und Qualitätsstandards für die einzelnen Arbeitsgebiete entwickelt werden.

Bundesweit werden Suggestopädieausbildungen angeboten.
Ein wichtiger Pfeiler der DGSL sind die Regionalforen. Sie sind Anlaufstelle für alle Personen, die Wissen vermitteln und an kreativen und aktivierenden Lehr- und Lernmethoden interessiert sind: Trainer, Ausbilder, Multiplikatoren, Referenten, Dozenten, Lehrende und Menschen, die in Aus- und Weiterbildung tätig sind. Zur Zeit gibt es zwei Regionalforen, und zwar in Bergisch-Gladbach und in München. Im Oktober 2011 wird rische’s Seminar & Business Center in Drolshagen Regionalforum für NRW (Raum Südwestfalen).

Wer die Methode besonders intensiv erleben möchte, kann dies einmal jährlich auf dem DGSL-Kongress tun. Dieser Kongress findet abwechselnd national und international statt und dient dem Austausch und der Weiterbildung der Mitglieder und suggestopädie-fremder Interessenten. In Workshops, Seminaren, Vorträgen und Diskussionen erhalten die Kongressteilnehmer zahlreiche Vorschlägen zur lebendigen Gestaltung ihres Unterrichts.

Im nächsten Jahr feiert die DGSL ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Jubiläumskongress und einem Feuerwerk an Methoden: Termin: 20. – 22. April 2012 im Kardinal-Döpfner-Bildungszentrum in Freising (bei München).

Ein Artikel von Silke Rische – rische’s Seminar & Business Center e.K.

Kontakt:
rische´s Seminar & Business Center e.K.
Eichendorffstr. 5
57489 Drolshagen
info@risches.de
www.risches.de

 


 

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Tags: DGSL, Englisch lernen Suggestopädie, Sprachen lernen Suggestopädie, Suggestopädie

Kategorien: Lernmethoden

Die Sprachpsychodramaturgie – Neue Wege in der Fremdsprachenvermittlung

03.02.2011 14:48 Langwhich.com

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Ein Artikel über die Fremdsprachen-Lernmethode PDL – Psychodramaturgie Linguistique von unserer Gastautorin Brigitte Calenge – Vive Lebendige Trainings und Präsentationen.

 

 

Die Sprachpsychodramaturgie – auch PDL genannt (vom Französischen: Psychodramaturgie Linguistique) wurde von Bernard und Marie Dufeu seit 1977 speziell für den Sprachunterricht mit Erwachsenen entwickelt.

“Seit 1996 liegt mir am Herzen diesen pädagogischen Ansatz bekannt zu machen, weil er mein Leben als Sprachtrainerin grundsätzlich verändert hat. Ein paar Worte dazu …

Den ganzen Artikel lesen »

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Tags: Französisch lehren, Französisch lernen, Fremdsprachen lernen, PDL, PDL Trainer, PDL Verband, Psychodramaturgie Linguistique, Sprachlernmethoden, Train the Trainer Kurse

Kategorien: Lernmethoden

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